Grausam

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War ich wahrlich so grausam?

Denn ich schrieb nur eine Ode über dich

Und morgen nach dieser Nacht,

schaute der Tag genauso wie gestern aus

 

Es gab nur Wolken am Himmel

Keine Spuren von einem Sonnenaufgang

Keine Schritte vom streichelnden Wind

War ich jemals so grausam, so fertig?

 

Ich schrieb auf einem alten Schmierzettel

Ich vergaß ihn irgendwie wegzuwerfen  

Der Zettel ist tot, die Feder gebrochen

War ich echt so grausam zu ihnen?

 

Jeder Traum war fort, sogar treue Alpträume

Die Luft wickelte sich um meinen Hals

Erkennst du mich mit diesem roten Gesicht wieder?

Nur noch dieses eine letzte Mal?

 

Wie ein Fisch im Meer, in einem harten Bett ertrunken

Diese Muskeln sehnen sich nicht nach Blut

Diese feigen Adern verstecken sich hinter einander

Diese Decke macht alles nur noch kälter

 

Sag es du mir, du Reisende der Herzen!

Waren diese Wände einmal unser Zuhause?

War dieses Dach, was mich stets beschützte?

War ich jemals so grausam wie gestern?

 

Erzähl mir eine andere Geschichte!

Ich möchte nichts über den Schatten der Sonne wissen

Ich will keine Sterne nach ihr benennen

Ich möchte nur in Ruhe ruhen

 

Und die Blume war verwelkt, meine Seele in Gefahr

Ich weiß, dass sie ihr letztes Geschenk war

Und Ich gebe zu, ich warf die Blume ins Feuer

Sie war so zynisch und ich für eine Sekunde grausam

 

© Rahimi Ibrahim

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