Frau

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Während du von meiner Gabe gedichtet wirst,
blühst du im Mund meiner tanzenden Feder
Auf der Wiese meines schwarzen, trauenden Papiers
In verfärbten Farben der weißen, weisen Wörter

In der Luft der zu eng geschnittenen Mottos als Kleidung
Für die Kunst der Lügen und schönen Sprache der Politiker
Du blühst auf Blüten der verbotenen Sterne unserer Nacht
Du blühst zu einer Zukunft, die nur der Gerechtigkeit dienen mag

Du blühst auf ihrem Galgen, seinem Seil, deinem Kopftuch
Auf jedem komischen, aus der Mode geratenen Turban
Auf diesen Blumen, die nie echt waren und sein können
Auf einer Straße, die nur Nachrichten der Gewalt bringen kann

Auf der Düsternis eines vollen Gefängnisses für Unschuldige
In einer kalten Zelle, die zu eng für deine Seele gehäkelt wurde
Auf dem Schatten der Gittern, diese kalten Metallstücke,
die viel mehr verstehen, als die Köpfe dieser Machthaber

Und ich drücke erfolglos das Leid, dein Leid, aus
Und schäme mich für meine zu einfache Poesie und Prosa,
die gewöhnlich wie Tropfen im Regen verbleiben
Ein Gedicht, das nie dir, deinem Kampf gerecht werden kann

Du bist jedoch eine Träne in diesem Regen,
Von einem Gesicht, das nicht einmal leise und im Rahmen
Über den Schmerz deines Herzens mit dem Wind reden darf
Deine Schönheit reichte wohl nie für ihre Hässlichkeit

Und in diesem künstlich, ewigen Regen ohne Regenschirme,
Ist unser Schmerz seit langer Zeit für fast alle bedeutungsfrei
Unsere Stimmen bringen nichts mehr als Sanktionen, Hunger
Unsere Bilder werden genutzt für Reichweite und Likes

Denn die Augen der Herzen sind zu, mit der Brille der Angst,
da Manche ihre kleinen Freiheiten zu verlieren fürchten
Solche Freiheiten, die nichts mehr als ein billiges Ebenbild waren
Eine Knospe aus Plastik, eine, die nie blühen kann

 

© Ibrahim Rahimi

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