Genug und Gier

Das Eis meiner Augen taut Nennst du dies auch Träne? Der Verbannte ist blind seit seiner Geburt Er fühlt keinen Schmerz, nach so vielen Toten   Und du hast den Vogel im Käfig gezeichnet Das war dir anscheinend nicht genug Denn dein Gemälde riecht nach Selbstzerstörung Nach kalten Federn, Schreien und Verbrennung   Du hast…

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Umarmung

Atme in meiner Umarmung Träne, schluchze und sei frei Vergiss die Gesellschaft des Quatschs Vergiss die Welt und ihren Untergang   Atme tief in meiner Umarmung Wärmer als Schnee bist du Kälter als die Sonne bist du Die farbige Welt dazwischen, bist du Das Vermächtnis des Todes bin ich Ein Geschenk des Lebens bist du…

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Ein unbestimmter Tag

An einem scheinbar nahen, hellen, narbenlosen Tag löse ich das Rätsel deiner ewigen Abwesenheit  Ich dichte etwas, was niemand verstehen mag Da man es nur fühlen und im Herzen tragen kann   Und du an einem anderen Ort, mit einem Kleid in Blau, fühlst endlich etwas, setzt dich bedrückt auf die erste Bank  Deine Augen…

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Glaube

Ich glaube ab jetzt an einen Gott, den ich in ihren Augen fand Denn wenn es keine Liebe gäbe, wäre sie doch nicht da!   Wenn diese Stadt eine Leblose wäre, wäre sie nicht ihr Licht, ihre Schönheit Wenn die Sonne nicht ihre Hautfarbe hätte, wäre der Mond meiner Nächte nicht voller Strahlen   Dieses…

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Land des Schnees

Im hellen Land des lahmen Schnees, Liegt die Leiche des Traums bewusst Die verletzte Lichtung hüpft hin und her Die Weisheit des Himmels stört den Fluss   Im nebligen Land des seidenen Schnees Ist die Königin tot, aber nicht das Königssein Das Labyrinth atmet, führt, verführt, entführt, bis der Tod uns scheidet, von diesem Eid…

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Sohn des Mythos

Sohn des Mythos, steig aus deinem Grab! Das Sein wurde vergessen, die Welt wurde rau Erzähl den weißen Raben von Dunkelheit Lass das einsame Grab für immer allein!   Schmetterlinge riechen nur noch nach Narben Jeder Narr verspricht allen den Glücksumstand Die Launen verschlechtern sich, die Köpfe noch kahl Sohn des Mythos, komm zurück wegen…

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Geschichte

Lass uns das schwarze Labyrinth der Liebe verlassen! Lass uns einmal nicht kämpfen, sondern flüchten! Ich sehe, wie diese grausamen dunkelgrünen Pflanzen Die Atemzüge meiner Liebe erschweren, sie schwächen   Ein Mann weint nicht, sogar für seine Liebe Diese Tafelsteine lügen, wer hat sie geschrieben? Lass uns fliehen, die Schwerter wegwerfen! Lass uns küssen, mit…

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Traum

Öffne die Wunden, heile sie wieder! Schau mich jedoch nie so, wie du mich jetzt anstarrst Wie die Raben im Winter auf trockenen Bäumen, das Grab meiner Seele mit Blicken durchbohren    Lass den Traum auf meinem Kopf fließen! Lass den Atemlosen ohne Pause schwitzen, Aber nicht mehr lange auf dich warten Es tut mir…

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