
Lass deinen Traum schreien,
wenn das Schwarze deine Hände hält,
dich zu sich selbst einlädt,
dich mitzieht, in seine eigene Welt!
Lass deinen Traum schreien,
wenn die Gier deine Umgebung leert,
wenn die Trauer deine Farben verwelkt,
wenn die Wände ihren Versprechen nicht gerecht werden!
Lass deinen Traum schreien,
wenn deine sanfte Stimme zwischen ihren Schreien,
wie die Brise vor einem Wirbelwind
chancenlos mitgenommen wirkt und kein Gehör findet!
Lass deinen Traum schreien,
wenn ihr Feuer nur deine Oberfläche verbrennt,
wenn ihre Laute deine Säulen nie zittern können,
wenn deine Sterne dich längst verließen!
Wenn alle mit gehobenen Fingern auf dich zeigen,
wenn sie dich missverständlich interpretieren,
wenn sie dies als die Wahrheit verkaufen,
wenn Judasküsse deine Lippen und Zunge fest zusammenkleben!
Lass deinen Traum schreien,
wenn mehr Seelen fliegen als landen,
wenn dein Herz nicht weiß, wofür es schlägt,
wenn die Umgebung an dir vorbeigeht!
Lass deinen Traum schreien,
wenn Werte ihr Gewicht verlieren, um zu fliehen!
Wenn die Menge verwirrt denkt, nach etwas greifen zu müssen,
Wenn ihr Kratzen deine Aura verletzt!
Lass deinen Traum schreien,
wenn die Geschenke der Zeit Leid bedeuten,
wenn alle ihre Augen gewaltsam herausrissen
und in ihren schmutzigen Taschen versteckten!
Lass deinen Traum schreien,
wenn mehr Blut fließt, als freie Flüsse fließen,
wenn das Rote die Umgebung künstlerisch und abstrakt
eine kurze, freiheitsliebende Bedeutung verleiht!
Lass deinen Traum brüllen,
wenn Freiheit und Gerechtigkeit sich verstecken,
damit man sie nicht wieder vergewaltigt,
damit man sie nicht mehr ausnutzt, beschämt, erniedrigt!
Erlaube deinem Traum zu schreien,
wenn du es nicht tust und es nicht wagst,
dann wäre all das umsonst gewesen,
dann werden die Blüten nie die Wiesen erreichen!
Lass deinen Traum schreien!
© Ibrahim Rahimi






