Fischer

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Blau

Das düstere Meer der Dunkelheit anwesend

Der mächtige große Staudamm vor ihnen

Dämonisch, riesig, blutig, sprechende Puppen,

halten den Damm aufrecht, um nicht zu sinken

Der Himmel tot, die rätselhaften Wolken grau

Wo verirrte ich mich, schon wieder?

Hinten von Allem gibt es stets ein Herz

Ein kleines Rettungsboot, fahrend in die Mitte des Meeres   

Eine Bestie zieht mich nach hinten, mit Haken,

die mit Ketten, in ihrer Hand, gebunden sind

Mich lässt er nicht fliegen, oder denken

Die Haken sind tief in den Schultern, meine Seele blutet

Die Raben, die Könige dieses Himmels

Krähend, böse blickend und außer Kontrolle

Vor dem Damm ein abgebrannter Wald voller Rauch

Am Meeresboden, eine schmerzliche Schnittwunde

Schade! Ist ein Meer ohne die Wellen entzückend?

Die Fische schmecken nach antiken Erinnerungen

Bitter, verfault, schmerzhaft und reifer als die Sonne

Die Sonne, nur ein kleiner gelber Fleck am Himmel  

Der Fischer fischt, rudert, schweigt, anstarrend  

Ohne Lidschlag, mit seinem dreieckigen Antlitz

Er hat nur ein Bein, das eine Säule wäre,

weil er sich nie bis jetzt bewegte und nie tanzte

Ein fünfjähriges süßes Kind, mollige Hände

Rote Wange, Nase, Augen und Wunden

Seit tausend Jahren darf es nicht schlafen

Sonst wird das Boot schwer und voller Fische

Schwer wie Düsternis, welche hier gerade herrscht

Es gibt keine Lichtung, Licht, Fackel, Kerze

Schwer wie Blicke des magischen Fischers

Schwer wie Angst in der Tiefe seiner Gedanken   

Schwer wie Trauer, welche er mitträgt

Es wollte weg vom Wald, Damm, Meer und allem

Den Fischer zu betrügen, weiß dieser Sklave nicht

In solchem Verlies lebt er, trotz seiner kindischen Gefühle

Die Fische soll es in die Kisten stecken

Schnell, geschickt und ohne Pause

Die Kisten sollten sobald ins Meer geworfen werden,

Wenn sie voller lebender Fische werden, ihre Deckel zugesperrt   

Oh, die armen Fische, ihre Freiheit und Wünsche!

Es sieht, wie die Kisten im Meer verschwinden

Deswegen habe ich ein starkes Kopfweh

Ich weiß überhaupt nicht, was gerade passiert

Das Gesicht des Fischers ist wie aus Papier

Singend, die von Blut betrunkenen Seejungfrauen

Die Welt ist wilder als zufällige Wahlen, nicht wahr?

Das einzige Wort, das der Fischer spricht ist: „Schmerzen“

Seine Lippen wurden geschlossen gezeichnet

Ein kleines Spielzeug gibt es, hinter Füßen des Kindes

Es ist ermattet, weinend, zerstört, schläfrig  

Warum besitzt dieser Himmel keine Sterne?

Die Kälte verbreitete sich überall

Außer auf dem Bot, da war es nur kühl, nichts mehr

Dieses Kind schaute auf das Spielzeug, arbeitete

Die Dämonengesichter, grinsend hinter dem Wasser

Der Fischer rudert und fischt und schweigt

Das Kind steht auf seinen weißen Beinen

Diese Fische stinken wie tausende Leichen,

die nur in einem kleinen Zimmer eingesperrt waren   

Irgendwann sollte es passieren und endlich

Heute traf es die Entscheidung ganz alleine

Der erste Entschluss seines ganzen Lebens

So eine Totenstille gab es noch in keiner Geschichte

Die Fische wurden aufgelebt und schwimmend

Das Meer stöhnt ein bisschen, es kommen kleine Wellen

Das Bot schwingt, tanzt mit Gesänge der Seejungfrauen       

Das Kind umarmt das Spielzeug und schließt die Augen

Mehr Fische, noch mehr, und das Bot sinkend

Der Fischer rudert, fischt und sagt: „Schmerzen“

In diesem Wasser kann man sogar atmen

Das Kind sieht den Fischer, von Fischen in die Tiefe gezogen

Die Fische kommen hinter den Füßen des Kindes

Sie versuchen es zu retten und alles wieder gut zu machen

Es umarmt das Spielzeug und wäre jedoch gesunken,

wenn eine beleuchtete Hand seine Hände nicht genommen hätte

© by Mohammad Ibrahim Rahimi

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