An der Ecke des Universums

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An die letzte Wand des Universums,

lehne ich mich ermattet, atme tief durch den Mund

Schaue dabei wie das Feuer der weißen Zigarette

Sich meiner trockenen Lippen nähert

 

Ihre Aschen sind wie winzige Planeten

Ihre Gluten die einsamen Sonnen

Ihr Rauch die göttlichen Wolken

Und ich der unabsichtliche Schöpfer von Diesen

 

An der Ecke des Universums,

Wo die Welt sich endet, aber nicht ändert

Dort, wonach ihr ewig sucht,

rauche ich täglich drei Pakete

 

Da gibt es keinen Menschen und Teufeln

Keine Religion, nackte Frauen als Werbungen

Nicht einmal Gott, Parteien, List und Tücke

Da gibt es nur eine angenehme Ruhe

 

Euer Gott fleht mich an, damit aufzuhören

Die Teile der Wahrheit zu veröffentlichen

Und kehre zur Erde und euch zurück

Damit ich ein einziges Mal für eine Ewigkeit verscheide

 

Er weiß, dass er vor mir stirbt

So wollte es das Schicksal nicht geschehen sehen

Und ich kümmere mich nicht um solche Dinge

Ich muss die Wunden schneller als möglich heilen

 

Angezündete Zigarette auf meinen Wunden

Genieß den Schmerz, du kleiner Junge!

Das ist nur der Anfang dieser Geschichte

An der Ecke des Universums, neben vielen Unbekannten

 

Neben der frischen Leere und den Kosmischen,

Wo die Sterne sich betrinken, tanzend

Wo die Wand des Endes gestellt ist,

rauche ich und schieße Sonnen hin und her

 

Ab und zu müsste ich jedoch in die Erde,

wenn meine Weinflasche nämlich leer wäre

Das Zigarettenpaket am Horizont flöge

Und ich mir von euch Brot stehlen sollte

 

Ach, an einer Ecke des Universums

Sind die Probleme zu klein,

dass man sie nie sieht und spürt

Und ich NUR hier, vieles vergessen kann

 

Vergessen, den Verlust der vergangenen Erinnerungen

Vergessen, die unmenschlichen Bücher in der Schule

Vergessen die Haare, ihre schuldigen Augen

Ich gestehe: „habe ein Herzchen gebrochen“

 

War die Erde damals zu klein, dass sie

Für uns beide keinen Platz gehabt hätte

Oder eure Götter wollten es nicht so!

Egal, nur hier kann ich trauern, mit mir laut reden

 

„Rauche und atme tief, du ungeschickter Dichter!

Schreib, bis deine Feder ausblutet!

Hier gibt es keine Tyrannei, keinen Mächtigen

Keiner hier kann dich zensieren, umbringen

 

Hör auf, mit den Düsteren in dir zu spielen

Nicht mehr so viel rauchen, oder trinken

Lass die Götter weiter deine Schuhe putzen

Denke nie mehr an jenen Tag, den Verfluchten!

 

Hier gibt es keinen, der dich stört, zuhört

Keinem musst du dich beweisen, erklären

Keiner nennt dich das Vermächtnis des Todes

Da bist du, nur DU, was alle immer sein sollten

 

 

 

© Mohammad Ibrahim Rahimi

 

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